Integration ohne Alternative
Auf der Landesorts- und Kreisvorsitzendenkonferenz an der BiL-Privatschule in Stuttgart, war die Junge Union Alb-Donau-Ulm mit Paul Guter, Peter Kotz und Jessica Kulitz stark vertreten.
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Die Junge Union Baden-Württemberg mit Raid Gharib als Vorsitzender der Projektgruppe „Integration“ entwickelte mit einem Positionspapier den politischen Leitfaden. Die JU muss sich verstärkt dieser Thematik widmen mit dem Ziel, junge Menschen mit Migrationshintergrund in das gesellschaftspolitische Leben und gerade auch innerhalb der Jungen Union einzubinden.
Der JU Landesvorsitzende Steffen Bilger betonte bei dieser Gelegenheit das klare Bekenntnis der Jungen Union zu den christlichen Werten als Grundlage, sie seien die „geistigen Wurzeln des christlichen Abendlandes“. In der Integrationsdebatte werde diese Orientierung fälschlicher Weise als ein „exklusives Argument“ interpretiert. Gegenteiliges ist der Fall, mit diesem Wertefundament der Gesellschaft möchte die Junge Union die Integration vorantreiben und als interaktiven Prozess gestalten. Zu einer nachhaltigen Integration gehört „ein aufrichtiger Dialog auf der Grundlage eines klaren Werte- und Gesellschaftverständnisses“.
Die Erkenntnis aus dem Workshop des Deutsch-Türkischen Kreises (DTK) mit Faruk Ceran, ist den Blick in die Zukunft zu richten und sich schnell dem Wandel zu stellen. Man muss darauf hinwirken, dass sich die jungen Mitbürger/-innen mit Migrationshintergrund nicht mit Fundamentalisten einlassen, sondern Interesse an eine Annäherung und Eingliederung an die hiesige Zivilgesellschaft entwickeln. Nicht zuletzt liegt hierin auch ein großes Potential, neue Mitglieder und Wähler zu erreichen. Laut DTK gibt es bei der türkischen Bevölkerung gerade mit der CDU die meisten Schnittstellen im Bereich des konservativen, wertorientierten Handelns!
Schlussendlich ist auch ein volkswirtschaftliches Argument nicht außer Acht zu lassen: Türkische Unternehmen erwirtschaften in Deutschland bis zu 40 Mrd. Euro jährlich und aus demographischer Perspektive stellt diese Bevölkerungsgruppe das höchste Nachwuchspotential.
Auch in Ulm, wo die Anzahl aktuell bei knapp 50% Schüler/-innen mit Migrationshintergrund liegt -mit einer steigenden Tendenz, ist es wichtig zu handeln. Große Themen wie der „demographische Wandel“ und der „Erhalt der sozialen Marktwirtschaft“ werden nicht unerheblich von der Fragestellung einer konkreten Bewältigung der Integrationsfrage beeinflusst. Deshalb ist es absolut notwendig, sich als JU dieser Thematik mit Priorität zuzuwenden.
02.06.2010, 16:04 Uhr |