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15.07.2008, 22:00 Uhr
Gemeinderatsfraktion fordert Untersuchung zur Sportflächenkonzeption
Der Tagesordnungspunkt besagte zunächst nur die Beauftragung einer weiteren Untersuchung der Sanierung des Kindergartens am Dodelweg. Zu kurzsichtig meinte hierzu die CDU Gemeinderatsfraktion und verlangte eine Sportflächenkonzeption vor einer Sanierungsentscheidung.
Blaubeuren - Dass Sanierungs- und Handlungsbedarf am bestehenden Kindergarten Dodelweg besteht, ist auch in unserer Fraktion unbestritten. Ebenfalls sprechen die von der Verwaltung vorgelegten Zahlen auf den ersten Blick für sich und deshalb deutet im ersten Moment alles auf die Sanierung des bestehenden Gebäudes.
Aber für uns ist diese Entscheidung heute nicht nur das Ja oder Nein zu einer Sanierung, sondern vielmehr ein Votum für die weitere, unter dem Begriff einer nachhaltigen Innenstadtentwicklung stehende Entscheidung. Bereits bei der vorletzten Sitzung, als dieses Thema zum ersten Mal auf der Tagesordnung stand, war es für uns wichtig, dass auch das bereits lange geforderte Sportflächenkonzept bei dieser Entscheidung ein wesentlicher Punkt ist, der nicht vergessen werden darf – und genau dies würde mit einem zu schnellen Ja zur Sanierung am alten Ort geschehen. Ein Ja zur Sanierung bedeutet, dass eine schlüssige Sportflächenkonzeption am jetzigen Standort ein für alle mal passe ist – und dies zu einem Zeitpunkt, wo genau diese Konzeption fehlt. Flächen in der Kernstadt, die für ein schlüssiges Konzept in der erforderlichen Größenordnung notwendig sind, sind bekannterweise nicht, bzw. nicht mehr vorhanden. Dies würde bedeuten, dass entweder sehr kostenintensiv Flächen gesucht oder aber eine Auslagerung aus dem Kernstadtgebiet notwendig würde.
Aus diesem Grund halten wir eine Sanierung am alten Standort, unter Abwägung allem Für und Wider nicht für die beste Alternative. Wir sind weiterhin der Meinung, dass ein Neubau auf einem bereits im Besitz der Stadt befindlichen Grundstück die bessere, aber auch in der Gesamtbetrachtung kostengünstigere Alternative darstellt.
Wie könnte so ein Konzept aussehen?
Wir halten den im Sachvortrag mit der Nummer 1 bezeichneten Alternativstandort (Alberstraße 8) für den Standort mit den meisten Vor- und wenigsten Nachtteilen. Mit berücksichtigt wurden dabei folgende Gedanken zum Thema Kindergarten wie auch zum Thema Sportflächenkonzept:
1. mögliche Synergien bei zwei nachbarschaftlich betriebenen Kindergärten sind sowohl im Außenbereich, im Platzangebot und bei der Umsetzung der Forderungen aus dem TAG möglich
2. wäre unserer Meinung nach ein Bau am Alternativstandort im Rahmen der Sanierung „Altstadt Nord“ kein Ersatzneubau, sondern ein aus der Sanierung resultierender Neubau und damit förderfähig
3. wurden vom WLSB ab 2008 wieder Fördertöpfe für die Anlegung von Sportflächen mit einem Fördervolumen von 30% geöffnet. Eine Fördersumme die für die Vereine nicht außer Betracht gelassen werden darf
4. würde man sich zu einem schlüssigen Sportflächenkonzept durchringen, stünden in diesem Fall keinerlei geeignete Flächen im Eigenbesitz der Stadt zur Verfügung. Die Folge wären Alternativkosten, die nicht unerheblich sind. Rechnet man nur mal die Grundfläche für ein Spielfeld von 100x80 m mit dem im Sachvortrag angenommenen Richtwert der Zone 5, sprich € 95,--, so ergibt sich hier eine Summe von € 760.000,--. Wohlgemerkt ohne dass dabei ein Meter der ebenfalls erforderlichen Abstandsflächen und Außenanlagen dabei ist. Ein einfaches Rechenbeispiel hierzu ergibt dann die Summe von 1,25 Mio. bei Sanierung (T€ 760 und T€ 490 Sanierung) und bei einem Neubau unter Berücksichtigung des kalkulatorischen Restwertes des abzubrechenden Kindergartens Dodelweg ebenfalls € 1,25 Mio. (T€ 918 und T€ 336). Werden dann noch Zuschüsse gegen gerechnet spricht auch aus finanzieller Sicht alles für den Neubau
Damit kein falscher Eindruck entsteht. Es ist nicht unser Ansinnen Geld zu verschwenden und ohne Not mehr auszugeben. Aber wie gesagt ist die Entscheidung heute nicht nur eine Entscheidung einer Investition in die Gebäudehülle sondern vielmehr eine Entscheidung und damit eine Investition für die Zukunft. Auch soll dies nicht bedeuten, dass mit einem Neubau auch zwingend eine sofortige Realisierung von Sportflächen erfolgt. Hier sind die Vereine aufgefordert einen sinnvollen Beitrag zu leisten. Heute geht es uns primär um die Bereitstellung und Ausweisung möglicher Flächen für dieses Zukunftsprojekt. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir unserer Meinung nach in beiden Punkten Herr des Verfahrens und keinerlei Preispolitik von Außen ausgesetzt.
Zu den auch in TOP 8 zu machenden Gedanken einer zukunftsfähigen Innenentwicklung gehört für uns zwingend auch die Realisierung einer nutzungsfähigen Sportflächenkonzeption für die es für uns heute heißt: „die Chance ist da, nutzen wir sie auch“.
Aus diesem Grund erhebt die CDU Fraktion folgenden Antrag:
1. Die Entscheidung zur Sanierung des Kindergarten Dodelweg soll aus vorgenannten Gründen heute nicht getroffen werden.
2. Die Verwaltung wird beauftragt gemeinsam mit den Vereinen und Schulen ein schlüssiges Sportflächenkonzept im Bereich „bestehende Sportplätze / Dodelweg“ zu erstellen
3. Stellt sich aus Punkt 2 heraus, dass die vorhandene Kindergartenfläche zur Verwirklichung des Sportflächenkonzeptes notwendig ist, wird die Verwaltung beauftragt am Standort 1 (Alberstraße 8) die Planung für einen Neubau aufzunehmen. Hierbei ist auch die Möglichkeit einer Einbeziehung in das Sanierungsgebiet „Altstadt Nord“ zu prüfen.
Aber für uns ist diese Entscheidung heute nicht nur das Ja oder Nein zu einer Sanierung, sondern vielmehr ein Votum für die weitere, unter dem Begriff einer nachhaltigen Innenstadtentwicklung stehende Entscheidung. Bereits bei der vorletzten Sitzung, als dieses Thema zum ersten Mal auf der Tagesordnung stand, war es für uns wichtig, dass auch das bereits lange geforderte Sportflächenkonzept bei dieser Entscheidung ein wesentlicher Punkt ist, der nicht vergessen werden darf – und genau dies würde mit einem zu schnellen Ja zur Sanierung am alten Ort geschehen. Ein Ja zur Sanierung bedeutet, dass eine schlüssige Sportflächenkonzeption am jetzigen Standort ein für alle mal passe ist – und dies zu einem Zeitpunkt, wo genau diese Konzeption fehlt. Flächen in der Kernstadt, die für ein schlüssiges Konzept in der erforderlichen Größenordnung notwendig sind, sind bekannterweise nicht, bzw. nicht mehr vorhanden. Dies würde bedeuten, dass entweder sehr kostenintensiv Flächen gesucht oder aber eine Auslagerung aus dem Kernstadtgebiet notwendig würde.
Aus diesem Grund halten wir eine Sanierung am alten Standort, unter Abwägung allem Für und Wider nicht für die beste Alternative. Wir sind weiterhin der Meinung, dass ein Neubau auf einem bereits im Besitz der Stadt befindlichen Grundstück die bessere, aber auch in der Gesamtbetrachtung kostengünstigere Alternative darstellt.
Wie könnte so ein Konzept aussehen?
Wir halten den im Sachvortrag mit der Nummer 1 bezeichneten Alternativstandort (Alberstraße 8) für den Standort mit den meisten Vor- und wenigsten Nachtteilen. Mit berücksichtigt wurden dabei folgende Gedanken zum Thema Kindergarten wie auch zum Thema Sportflächenkonzept:
1. mögliche Synergien bei zwei nachbarschaftlich betriebenen Kindergärten sind sowohl im Außenbereich, im Platzangebot und bei der Umsetzung der Forderungen aus dem TAG möglich
2. wäre unserer Meinung nach ein Bau am Alternativstandort im Rahmen der Sanierung „Altstadt Nord“ kein Ersatzneubau, sondern ein aus der Sanierung resultierender Neubau und damit förderfähig
3. wurden vom WLSB ab 2008 wieder Fördertöpfe für die Anlegung von Sportflächen mit einem Fördervolumen von 30% geöffnet. Eine Fördersumme die für die Vereine nicht außer Betracht gelassen werden darf
4. würde man sich zu einem schlüssigen Sportflächenkonzept durchringen, stünden in diesem Fall keinerlei geeignete Flächen im Eigenbesitz der Stadt zur Verfügung. Die Folge wären Alternativkosten, die nicht unerheblich sind. Rechnet man nur mal die Grundfläche für ein Spielfeld von 100x80 m mit dem im Sachvortrag angenommenen Richtwert der Zone 5, sprich € 95,--, so ergibt sich hier eine Summe von € 760.000,--. Wohlgemerkt ohne dass dabei ein Meter der ebenfalls erforderlichen Abstandsflächen und Außenanlagen dabei ist. Ein einfaches Rechenbeispiel hierzu ergibt dann die Summe von 1,25 Mio. bei Sanierung (T€ 760 und T€ 490 Sanierung) und bei einem Neubau unter Berücksichtigung des kalkulatorischen Restwertes des abzubrechenden Kindergartens Dodelweg ebenfalls € 1,25 Mio. (T€ 918 und T€ 336). Werden dann noch Zuschüsse gegen gerechnet spricht auch aus finanzieller Sicht alles für den Neubau
Damit kein falscher Eindruck entsteht. Es ist nicht unser Ansinnen Geld zu verschwenden und ohne Not mehr auszugeben. Aber wie gesagt ist die Entscheidung heute nicht nur eine Entscheidung einer Investition in die Gebäudehülle sondern vielmehr eine Entscheidung und damit eine Investition für die Zukunft. Auch soll dies nicht bedeuten, dass mit einem Neubau auch zwingend eine sofortige Realisierung von Sportflächen erfolgt. Hier sind die Vereine aufgefordert einen sinnvollen Beitrag zu leisten. Heute geht es uns primär um die Bereitstellung und Ausweisung möglicher Flächen für dieses Zukunftsprojekt. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir unserer Meinung nach in beiden Punkten Herr des Verfahrens und keinerlei Preispolitik von Außen ausgesetzt.
Zu den auch in TOP 8 zu machenden Gedanken einer zukunftsfähigen Innenentwicklung gehört für uns zwingend auch die Realisierung einer nutzungsfähigen Sportflächenkonzeption für die es für uns heute heißt: „die Chance ist da, nutzen wir sie auch“.
Aus diesem Grund erhebt die CDU Fraktion folgenden Antrag:
1. Die Entscheidung zur Sanierung des Kindergarten Dodelweg soll aus vorgenannten Gründen heute nicht getroffen werden.
2. Die Verwaltung wird beauftragt gemeinsam mit den Vereinen und Schulen ein schlüssiges Sportflächenkonzept im Bereich „bestehende Sportplätze / Dodelweg“ zu erstellen
3. Stellt sich aus Punkt 2 heraus, dass die vorhandene Kindergartenfläche zur Verwirklichung des Sportflächenkonzeptes notwendig ist, wird die Verwaltung beauftragt am Standort 1 (Alberstraße 8) die Planung für einen Neubau aufzunehmen. Hierbei ist auch die Möglichkeit einer Einbeziehung in das Sanierungsgebiet „Altstadt Nord“ zu prüfen.
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