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Sanierung verschoben
Planung und Kostenverteilung hat sich geändert
Die Sanierung der Blautopf-Schule mit Gesamtkosten von gut 7,5 Millionen Euro kann aus finanziellen und planerischen Gründen nicht wie vorgesehen in den Sommerferien beginnen.
Eigentlich sollte der Ausbau des Untergeschosses der Blaubeurer Hauptschule im August starten. Unter großem Bedauern haben 16 von 19 Stadträten am Dienstagabend allerdings dem Antrag der Stadtverwaltung zugestimmt, den Beginn der Sanierungsarbeiten auf das Jahr 2012 zu verschieben. Der wichtigste Grund für die Verschiebung ist, dass der Ausbau des Untergeschosses der Hauptschule um etwa eine halbe Million Euro teurer wird als ursprünglich geplant. "Die Gesamtkosten für die Sanierung und Erweiterung der Blautopf-Schule in Höhe von 7,5 Millionen Euro haben weiterhin Bestand", erläuterte Bürgermeister Jörg Seibold. Es habe sich jedoch nach genauerer Planung und Kostenberechnung eine Verschiebung der Kosten hin zu den ersten beiden Bauabschnitten ergeben. Wenn man keine Abstriche in der Qualität der Klassenzimmer hinnehmen wolle, müsse man mit Mehrkosten von 438 000 Euro in den Jahren 2011 und 2012 rechnen, erläuterte Barbara Blasi-Fiesel vom Bauamt. Aufgrund der "nicht ganz einfachen Gegebenheiten" an der Schule müssten schon zu Beginn der Bauarbeiten mit deutlich höheren Baunebenkosten gerechnet werden. Außerdem würden beim Ausbau des Untergeschosses die Grundlage für die komplette technische Ausrüstung geschaffen werden - das koste viel Geld. Schließlich sei die Zeit bis zu den Sommerferien angesichts der planerischen Herausforderungen sehr knapp. Die Stadtverwaltung stellte auch die Möglichkeit vor, Kosten einzusparen - wenn man etwa auf Akustikdecken, auf eine Eternitfassade oder auf Jalousien verzichte. Das würde allerdings die Qualität der Sanierung vermindern und sei auch nicht im Sinn der Schule. Auch wenn nun der Sanierungsbeginn auf 2012 verschoben werde, investiere die Stadt in den nächsten Jahren doch enorm viel Geld in die Werkrealschule und werde so ihrer Aufgabe gerecht, den Schulstandort Blaubeuren gut auszubauen, argumentierte Seibold. SPD, CDU und Grüne stimmten - teilweise "zähneknirschend" - dem Vorschlag der Verwaltung zu und lehnten gleichzeitig das Ansinnen einiger FWV-Stadträte ab, lieber einen Neubau zu planen. Das Architekturbüro Gebhardt hatte verschiedene Pläne für einen Neubau durchgespielt und war auf Gesamtkosten von 8,1 Millionen Euro gekommen. "Mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass sich das Land nicht an den Kosten für einen Neubau beteiligt", sagte Erich Straub (FWV). Daher votierte am Ende auch eine Mehrheit der FWV-Räte für die auf 2012 verschobene Sanierung, nicht ohne davor zu warnen, dass die Kosten für eine Sanierung weniger kalkulierbar und am Ende höher als bei einem Neubau seien. Straub verwies auch auf hohe Kosten durch die Unterbringung der Klassen in Containern während einzelner Sanierungsphasen.
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